SEO-Tipps für Online-Shops 2016 (Teil 1/2)

Nicht nur für Webseiten sind SEO-Maßnahmen essentiell. Bei Online-Shops spielen verschiedene SEO-Anpassungen noch eine viel größere Rolle. Denn hier ist eine hohe Sichtbarkeit im Dschungel tausender Anbieter noch weit wichtiger. Ist die Sichtbarkeit des eigenen Online-Shops bei der Google-Suche nur gering, dann gehen potentielle Kunden und entsprechende Leads verloren. Wie man seinen Online-Shop bestmöglich für Google optimiert und was auf jeden Fall beachtet werden sollte, das wird im folgenden Abschnitt erklärt. Im ersten Teil liegt der Fokus auf der technischen Optimierung einer Shopseite. Inhaltliche Aspekte werden im zweiten Teil angesprochen.

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Die Konkurrenz im Netz ist groß für Online-Shops. Mit den richtigen SEO-Anpassungen steigt die Sichtbarkeit enorm.

SEO-Tipp Online-Shop 1: Shop-Bilder SEO-Optimieren

Bilder sind das A und O beim Verkauf von Produkten. Kunden legen nicht nur Wert auf gute und aussagekräftige Artikelbeschreibungen, sondern „kaufen auch mit dem Auge“. Daher ist es vor allem in Online-Shops wichtig, mit hochwertigen Bildern und vielen Perspektiven die eigenen Artikel zu bewerben.

Der Nachteil ist hier allerdings, dass so mit der Zeit große Datenmengen zusammenkommen, welche die Ladezeiten der Seite bremsen können. Hier bietet es sich an, kleinere Vorschaubilder in geringerer Qualität anzubieten. Diese können bei Bedarf vergrößert und dann dementsprechend in hoher Qualität betrachtet werden.

Neben der richtigen Größe der Bilddateien ist deren korrekte Beschreibung unverzichtbar. Das meint einerseits den reinen Dateinamen der Bilddatei. Die exakte Bezeichnung der Bilddatei ist vor allem für Google wichtig. Denn: Die eigenen Produktbilder werden auch bei der Google Bildersuche auftauchen. Der Shop wird also nicht nur über die organische Suche erreicht, sondern Besucher können auch mittels Bildersuche auf die Shopseite gelangen.

Darüber hinaus hilft zum zweiten eine korrekte und exakte Bilderbeschreibung der Alt und Title-Tags dabei, in der Google-Suche zum entsprechenden Produkt wesentlich besser zu ranken. Das führt wiederum dazu, von potentiellen Kunden, die das jeweilige Produkt suchen, besser gefunden zu werden.

Weitere Infos zur richtigen SEO-Optimierung von Bildern stehen in einem speziellen Blogartikel zur Verfügung.

SEO-Tipp Online-Shop 2: Lange Ladezeiten der Shopseiten vermeiden

Leider immernoch ein grober Fehler, aber trotzdem wird diesem Thema zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Lange Ladezeiten sind nicht nur ärgerlich für Kunden. Auch Google reagiert empfindlich darauf. Die Seitenladezeit ist ein wichtiges Qualitätskriterium eines Online-Shops. Die Ursachen für lange Ladezeiten sind allerdings verschieden. Sieht man einmal von unoptimierten Bilddateien oder meist völlig unnötigen Seitenelementen (z.B. JavaScript o.ä.) ab, ist in den allermeisten Fällen der Server schuld. Hier wird erfahrungsgemäß an der falschen Stelle gespart. Die Ladezeiten sollten ständig im Blick gehalten und gemessen werden. Wenn in der Anfangsphase des Online-Shops noch niedrigere Transferraten ausgereicht haben, so erhöht sich mit steigenden Besucherzahlen jedoch auch der Bedarf an Serverkapazitäten.

SEO-Tipp Online-Shop 3: fehlende 301 Weiterleitung vermeiden

Oftmals werden von einem Shopbetreiber mehrere Domains gleichzeitig gesichert, um eventuellen Wettbewerbern schon im Vorhinein das Wasser abzugraben. Das ist grundsätzlich gut und richtig. Nur ist hier das gravierende Problem, dass mehrere Domains die identischen Inhalte haben. Das macht es für Google schwer, die „richtige“ Domain zu erkennen und entsprechend zu indexieren. Darüber hinaus entsteht so duplicate Content, was von Google wiederum mit einem schlechteren Ranking abgestraft wird. Es ist hier also mehr als sinnvoll, eine „Hauptdomain“ zu bestimmen und dann von allen anderen Domains mittels 301 Weiterleitung (301 redirect) auf diese zu verlinken. So wird Google gezeigt, welche Domain letztendlich die „richtige“ ist und gleichzeitig auch das Problem von „duplicate content“ verhindert.

Die 301 Weiterleitung hat sich darüber hinaus auch beim Umzug einer Domain bewährt. Zum einen wird Google so mittgeteilt, dass die Domain lediglich umgezogen ist und an sich noch existiert. Zum zweiten wird man so auch von Kunden wiedergefunden, die noch auf die alte Domain zugreifen wollen, weil sie die neue Domain noch nicht kennen.

Auch bei Sortimentswechseln bietet sich eine 301 Weiterleitung an. Hier kann die mühsam aufgebaute Reputation bei Google gerettet werden. Mit einem 301 redirect wird hier beispielsweise auf die neue Produktreihe verlinkt oder alternativ auf die jeweilige Produktkategorie. In den Google Suchergebnissen tauchen dann die neueren Produkte auf – mit einer ähnlich hohen Relevanz, wie die der ursprünglichen Produktereihe.

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SEO-Maßnahmen sind im E-Commerce besonders wichtig. Mit deren Hilfe können die Sichtbarkeit erhöht und die Verkaufszahlen gesteigert werden.

SEO-Tipp Online-Shop 4: automatischen duplicate content vermeiden

Das leidige Thema duplicate Content stellt vor allem Shop-Betreiber vor enorme Herausforderungen. Nicht immer können Sie jedoch etwas dafür. Manche Shopsysteme erstellen selbständig duplicate content, indem für einen identischen Artikel, beispielsweise für jede Farbe oder Größe, eine eigene Seite generiert wird (interner duplicate content). Von Google wird das zwar nicht direkt bestraft, jedoch weiß die Suchmaschine dann nicht, welche Seite indexiert werden soll bzw. welche überhaupt die „richtige“ ist.

Darüber hinaus kann dies zu irreführenden Ergebnissen bei der Google-Suche führen. Bietet man ein Produkt in verschiedenen Größen an, wird dann bei der Produktsuche willkürlich eine Artikelgröße angegeben, die dem User nicht zwangsläufig auch passt. Gibt der User beispielsweise „Pullover“ bei Google ein, kann es dann vorkommen, dass zum Beispiel automatisch „Pullover XXL“ in der Ergebnisliste auftaucht, was der User dann natürlich nicht anklickt. Das bedeutet darüber hinaus auch, dass unter Umständen die völlig falschen Shop-Seiten bei den eigentlich wichtigen Suchbegriffen sehr hoch ranken können und so andere, wichtigere Artikel-Seiten, unnötig verdrängen.
Neben automatisch generierten duplicate content gibt es noch die absichtlich produzierten doppelten Inhalte. Darauf wird jedoch in Teil 2 eingegangen.

SEO-Tipp Online-Shop 5: Aussagekräftige Titles und Descriptions erstellen

Der Title-Tag ist der erste und der wichtigste Eindruck des Users in der Google Ergebnisliste bei der Suche nach einem Produkt. Im Title findet sich eine kurze und knappe Beschreibung, was der User auf der Shopseite vorfinden wird. Hier entscheidet sich, ob geklickt und eventuell gekauft wird, oder nicht.

Dort sind vor allem Marketing-Spezialisten gefragt, um den Title so ansprechend und interessant wie möglich für den User zu gestalten und diesen letztendlich zum Klicken zu bewegen.

SEO für Online-Shops: Tipps und Tricks
www.seoconsys.de/blog/
Hier gibt es wertvolle Infos zur SEO-Optimierung von Online-Shops

Der Title sollte dabei relativ kurz gehalten werden, um möglichst übersichtlich zu sein. Überlange Sätze sind zwar möglich, jedoch völliger Unsinn. Und mehr als 65 Zeichen werden sowieso nicht angezeigt. In einem Online-Shop ist dies ein riesiges Problem, denn bei hunderten oder tausenden Artikeln fehlt es an Zeit, und irgendwann auch an guten Ideen, für prägnante Title-Tags. So ergeben sich zwangsläufig Title-Tag-Duplikate. Hier hat es sich bewährt, sich auf bestimmte unique key phrases zu konzentrieren. Nutzer suchen zumeist nicht nur nach einer Marke, sondern verwenden mehrere Begriffe bzw. eine Begriffskombination, um den entsprechenden Artikel zu finden.

Die richtigen keywords und key phrases können mittels Keyword-Tool identifiziert werden. Gängige Begriffskombinationen sind beispielsweise: „Marke – Modell – Artikelnummer“ oder „Marke – Modell – Größe“ oder aber auch „Marke – Modell – Farbe“. Die key phrases variieren jedoch stark je nach Produkt und hängen auch vom Suchverhalten der Nutzer ab.

Alternativ kann sich bei der Title-Tag-Optimierung auch ausschließlich auf verkaufsstarke Artikel oder bestimmte Marken konzentriert werden. Die weniger gefragten Produkte fallen so zwar aus dem Raster, aber es werden keine Ressourcen unnötig verschwendet.

Hier geht es weiter zu Teil 2.